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27.–29. Juni 2014 • WPC Ausfahrt ins Tannheimer Tal

Unsere diesjährige WPC Ausfahrt führte uns vom 27.06. bis 29. 06 2014 ins Tannheimer Tal, durch das Lechtal nach Vorarlberg, vorbei am Walsertal ins bayerische Oberallgäu und abschließend an den Bodensee.

Die Anfahrt zum Treffpunkt am Freitag ins 4*Superior-Hotel „Laternd`l Hof“ am Haldensee war jedem freigestellt. Eine erste Gruppe mit 15 Personen folgte gleich am Freitag der Einladung unseres Clubmitglieds Wolfgang Schleyer: eine 2,7 km-Fahrt mit dem „Bähnle“ und anschließender Wanderung am Vilsalpsee mit Besuch des Restaurant „Vilsalpe“ nähe Tannheim.

Unser Wochenend-Event startete dann offiziell um 19.00 Uhr im Wintergarten mit freiem Blick auf den Haldensee, als WPC-Präsident Uwe Zimmermann die bestens gelaunten 41 Teilnehmer im Hotel „Laternd´l Hof“ begrüßte. Von Bernd Rösch erhielten die Teilnehmer anschließend erste organisatorische Instruktionen zum Ablauf sowie die beiden Roadbooks für Samstag und Sonntag ausgehändigt, was die Spannung, aber auch die Vorfreude des gesamten Starterfelds auf die diesjährige Rundfahrt steigerte. Nun konnte das heiß ersehnte Buffet durch den Präsidenten eröffnet werden. Nach dem Abendessen sorgte der vom Hotel engagierte Musiker „Heinz“ für beste Unterhaltung und flotte Tanzmusik.

Am Samstag um 10.15 Uhr starteten 24 hochwertige Porsche-Fahrzeuge – mit dabei mit 3 Gaststarter des Porsche Club Allgäu. Das Porsche Zentrum Flughafen Stuttgart stattete jedes Team mit einem Lunchpaket aus, und der Chef des Hotels sperrte kurzerhand die Hauptstraße für die Parkplatzausfahrt, so dass alle Teilnehmer gemeinsam die 1. Etappe beginnen konnten.

Richtung Westen ging es nun durch das Tannheimer Tal, den Gaichtpass hinauf und hinunter ins Lechtal. Immer den Bergspitzen folgend das Lechtal entlang erreichten wir nach ca. 1,5 Stunden den Ort Warth, die zweitkleinste und höchstgelegene Gemeinde in Vorarlberg auf 1.495 m Höhe.

Anschließend fuhren wir über den Hochtannbergpass bis auf 1.676 m Höhe weiter in Richtung Bregenzer Wald. Im historischen Dorf Au bogen wir links ab nach Damüls und durchfuhren eine anmutige grüne Landschaft, die sich bis auf 1.485 Meter hinauf zog.

Traumhaft geschwungene Straßen durch wunderschöne Almwiesen vermittelten den Teilnehmern ein hochalpines Flair auf der letzten Etappe vor dem Mittagessen. In Damüls, dem alpinen Walserdorf im Herzen von Vorarlberg, erreichten wir nach 2,5 Stunden sonnigster Berg- und Talfahrt das Berg­hotel „Madlener“. Die WPC-Fahne am Hotel signalisierte, dass der Mittagstisch schon gedeckt war. Anja Rösch hatte für diesen und die anderen Tage anhand einer Speisekarte unsere Menüwünsche abgefragt und per Fax vorbestellt.

Auf der danach folgenden Route Damüls, Au, Schnepfau, Bizau und Bezau begegneten uns Teilnehmer des historischen Old­timer-Klassikers „Arlberg Classic Car Rallye“. Ein einmaliges Feld mit über 110 Fahrzeugen präsentierte uns über 100 Jahre Automobilgeschichte vor einer atemberaubenden Alpenkulisse. Wir kamen aus dem Staunen kaum noch heraus, denn prominente Namen aus Show und Sport kamen uns in Ihren Oldtimern mit erhobenen Armen winkend entgegen.

Bei traumhaftem Sommerwetter führte uns die Tour durch den Bregenzer Wald weiter in Richtung Deutschland. Es folgte der Riedbergpass, der mit 1.442 m Höhe höch­ste befahrbare Gebirgspass Deutschlands. Am Ende dieser Kurven passierten wir Obermaiselstein auf 849 m Höhe.

Durch Bolsterlang, Ofterschwang, Bettenried, Hüttenberg und Bihlerdorf führte uns das Roadbook nach Sonthofen und über Bad Hindelang zum Jochbergpass, der uns auf 6,79 km und 105 Kurven mit einem Höhenunterschied von 400 m nach Oberjoch hinaufführte. Von hier aus ging es wieder zurück in unser Hotel „Laternd`l Hof“. In den zwei Stunden bis zum Abendprogramm konnten sich die Teilnehmer im großzügigen SPA-Bereich des Hotels mit Wellness, Massagen oder Schwimmen von den Strapazen des Tages erholen.

Auf Einladung des WPC-Präsidenten trafen wir uns um 19.00 Uhr bei sonnigem Wetter zum Sektempfang auf der Hotelterrasse. Am Abend wurde uns vom Küchenchef ein „Österreichisches Buffet“ nach alpenländischer Tradition als Erlebnis-Gastronomie im besten Sinne des Wortes zelebriert.

Nach den kulinarischen Genüssen unterhielten wir uns angeregt in der lockeren Atmosphäre des gemütlichen Barbereichs. Bei Einbruch der Dunkelheit konnten die Teilnehmer vom Hotelparkplatz aus ein ganz besonders beeindruckendes Schauspiel erleben – „Berge in Flammen“!

Einheimische des Tiroler Hochtals verteilten kunstvoll Sägemehlsäckchen auf die Bergrücken rund um den Haldensee und ordnen sie in religiösen Formen an.

Betende Hände, Kreuze, Tauben und Herzen werden dann bei Einbruch der Dämmerung zeitgleich angezündet und leuchten für die Gäste im Tal bis zu zwei Stunden lang.

Der Sonntag begann im Wintergarten mit einem Sektfrühstück und einem umfangreichem Tiroler Schmankerl-Buffet. Beim Abschied vom „Laternd`l Hof“ kannte der Himmel keine Gnade und öffnete seine Schleusen. Auf der Fahrt Richtung Bodensee und Oberstaufen änderte sich am Wetter leider nichts.

Bei unserer Ankunft im Traktormuseum in Uhldingen empfing uns Herr Schumacher persönlich und öffnete für alle den ansonsten gesperrten Innenhof des Museums. Auch hier signalisierte die WPC-Fahne einen gedeckten Mittagstisch im Restaurant „Jägerhof“, das dem einmaligen Ambiente des Museums angeschlossen ist. Anschließend tauchten wir, aufgeteilt in zwei Gruppen, in eine altertümliche Erlebniswelt ein. Mit über 150 historischen Traktoren und Werkstätten längst vergessener Handwerke wurde uns eine abwechslungsreiche Ausstellung geboten.

Mit dem Museumsbesuch endete gegen 17.00 Uhr ein bestens organisiertes Wochenende. Nach den vielen Kurven fuhren die meisten auf direktem Weg nach Hause – nur ein paar Unentwegte wählten die kurvenreiche Route über die schwäbische Alb.